2016 Fastnacht CCC

 

Pünktlich um 19:31 Uhr war es endlich wieder soweit, nach einem Jahr im Verborgenen, in einem Schrank im Vereinsheim ertönte sie endlich wieder, die Sitzungsglocke der CCC-Fassenacht.

Und mit dem Einmarsch in die Wettertalhalle endete die lange CCC-Probenzeit und die Aktiven konnten zeigen, war sie seit der letzten Sitzung 2015 alles gemacht hatten.

Und es war doch fast nicht zu glauben, es wurde die erste Tradition gebrochen. Nicht die kleine Garde machte den Anfang, nein die Männergarde schwang die Beine. Zur Musik von „Modern Talking“ hatten die Trainerinnen Tanja Beutler und Verena Raab ihren Jungs einen Gardetanz einstudiert, der es in sich hatte. Die Folge war ein Publikum, dass sich nicht erst langsam eingewöhnen konnte, sondern sofort gefordert war. Zugaberufe und begeisterter Applaus hatten sich die 6 jungen Männer vom ersten bis zum letzten Schritt mehr als verdient.

Mit Sprachschwierigkeiten verschiedenster Art kämpften dann Evi Kling Pia Krämer, Teresia Sagert, Juliane Steinhauer und Larissa Verwiebe.

Und dann war es den Machern der CCC-Fassenacht doch tatsächlich geglückt das Musical „König der Löwen“ aus Hamburg einzufliegen. Zumindest dachten das die Gäste in der Wettertalhalle. Die kleine Showtanzgruppe hatte sich die Choreographie ihrer Vorbilder aus Hamburg abgeguckt, von Pia Burkard und Carlotta Wießner auf sich umschreiben lassen und tanzte dann auf eine Auswahl von Liedern aus dem Musical, als würden sie den ganzen Tag nichts anderes machen. Für diese perfekte Leistung, ziemlich nahe dran am Original aus Hamburg hatten sich die 9 jungen Damen und ihre Trainerinnen natürlich einen Riesenapplaus und eine Zugabe mehr als verdient.

Über seine Spionagetätigkeiten als Kanalratte berichtete dann Michael Staab. Egal, ob neue Wetterbrücke, der Wahlkampf der Bürgermeisterkandidaten, der neue Pfarrer, die Kommunalwahl oder die neue Kläranlage. Nichts, aber auch gar nichts entgeht diesem Tier, das tief unter uns haust und uns durch die Toilettenleitungen ausspioniert. Michael ist aus der CCC-Fassenacht einfach nicht mehr wegzudenken. Mit seinen selbstgeschriebenen Texten erfreut er jedes Jahr sein Publikum und dieses dankt es ihm mit Aufmerksamkeit, Lachen und Applaus.

Nach einer Schunkelrunde zeigten uns vier Damen des Weiberfaschingskomitees aus Hoch Weisel die Unterschiede zwischen Mann und Frau beim Duschen. So manch einer hat sich oder seinen Partner oder Partnerin dabei sicher wiedererkannt und deshalb fiel der Applaus selbstverständlich auch wieder sehr groß aus.

Und dann kam ein eher unbeliebter Gast in die Halle – der Tod. Ein sehr bemitleidenswerter Kerl, den niemand wirklich lieb hat und wo immer er hinkommt, sei es in den Urlaub zur Entspannung oder einfach nur so als Gast, verbreitet er Schrecken, dabei hat doch auch der Tod Gefühle und wünscht sich Freunde.

Trotz dieses etwas makaberen Themas waren auch die Lacher durch die Halle nicht zu überhören.

Mit einem Cheerleader-Tanz stimmte die Black Guard dann auf das große Super-Bowl-Finale Sonntag nacht ein. Die elf Damen um die Trainerinnen Evi Kling und Juliane Steinhauer verbreiteten mit ihrem Tanz Stimmung und gute Laune, obwohl das zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon gar nicht mehr nötig war, denn das Publikum der Concordia waren mächtig gut drauf.

Damit sich alle mal etwas erholen konnten, schickte Sitzungspräsident Matthias seine Gäste in eine zweimal elf Minuten dauernde Pause.

Nach der Pause wurde es dann noch mal offiziell, Präsi Matthias begrüßte seine Ehrengäste, darunter Bürgermeister Wetz und seine Frau Konny oder auch Pfarrer Dr. Waclawiak.

Doch damit nicht genug – Erik Neubauer, selbst Spieler des TuS, nahm in seiner Eigenschaft als Elferratsmitglied eine Ehrung der besonderen Art vor. Die erste Mannschaft des TuS, die, während andere bereits in der CCC-Halle feierten, noch in Florstadt um die Futsal-Hallen-Kreismeisterschaft kämpfte und fightete, hatte den dritten Platz erreicht. Immerhin 60 Mannschaften hat der TuS ausgeschaltet und hat sich als Überraschungsmannschaft des Turniers diesen hervorragenden dritten Platz erkämpft. Erik überreichte den errungenen Pokal an Moritz Decher, der die Auszeichnung stellvertretend für seine Mitspieler in Empfang nahm.

Die Erholung aus der Pause sollte nicht lange währen, denn bereits der erste Punkt nach der Pause hatte es schon wieder in sich und das Publikum, das kaum Platz genommen hatte, erhob sich schon wieder für die ersten Standing Ovations der zweiten Hälfte. Mit einem Medley der Faschingskultband „Die Höhner“ heizten die neuen Tänzerinnen der „Kleinen Garde“ den Narren in der Halle mächtig ein. Einstudiert hatten diesen Gardetanz der besonderen Art Pia Krämer und Jule Schulz.

Die „Pedder“, ohne die die CCC-Fassenacht keine CCC-Fassenacht wäre kamen dann als Mexikaner verkleidet auf die Bühne. Bernhard Krämer und Stefan Neubauer hatten sich wieder einige lustige Dinge aus ihrem Leben zu erzählen und taten dies selbstverständlich wie es Tradition ist in selbstgeschriebenen Liedern, begleitet von Gitarre und Trommel. Auch diese beiden sind einfach nicht mehr von der CCC-Bühne wegzudenken und wurden von dem Publikum sehnsüchtig erwartet. Der Applaus bewies, dass sie ihre Zuhörer wieder einmal richtig gut unterhalten haben.

Techno, Hip-Hop oder Heavy Metal – das ist alles out. Bayern Rock – das ist in bei den jungen Leuten. Und das die Concordia immer auf der Welle des Modernen mitschwimmt durfte Bayern Rock auch beim CCC natürlich nicht fehlen und die 8 knackigen jungen Herren waren ein absoluter Augenschmaus in ihren knackigen Lederhosen und ihr Schuhplattler brachte das Volk zum Toben. Lena Dworschak und Barbara Herbert hatten ihre Truppe wieder in Höchstform gebracht und damit den CCC-Gästen sehr viel Freude gemacht.

Was passiert, wenn Frauen Männer nicht ausreden lassen, zeigten Moritz und Tristan Decher mit ihrem Sketch „Der Babyfotograf“. Auch die beiden Decher-Brüder sind von der CCC-Bühne nicht mehr wegzudenken. Es bleibt nur zu hoffen, dass die zwei der Concordia noch lange erhalten bleiben.

Nach einer weiteren Schunkelrunde kam dann das Finale. Die große Showtanzgruppe mit ihren Trainerinnen Martina Sauer und Patricia Linke betraten, nach einer mehrstündigen Schmink- Mal- und Frisiersession die Bühne. Als Roboter verkleidet lieferte die große Showtanzgruppe wieder eine Show, die sich mit so manch einer großen Showtanzgruppe aus dem Fernsehen messen kann. Und abermals tobte die Halle, es wurde begeistert applaudiert und Zugabe gerufen.

Nachdem sich alle wieder etwas beruhigt hatten, konnte Präsident Matthias sich bei seinen über hundert Akteuren, unzählig vielen Helfern hinter der Theke, an der Garderobe und in der Küche bedanken. Auch den beiden Bühnenarbeitern Philip Neubauer und Roman Zalesny, die während der gesamten Sitzung dafür sorgten, dass alle mit Head-Sets und Mikros versorgt waren und dass die Requitsiten immer zum richten Zeitpunkt an der richtigen Stelle waren, bedankte sich Matthias ganz herzlich. Ohne diese große Anzahl von Helfern und Mitwirkenden kann eine solch großartige Show nicht abgehalten werden.

Und dann war es soweit. Noch einmal betraten alle Mitwirkenden die Bühne um sich mit einer abschließenden Polonaise quer durch die Halle bei ihrem Publikum zu bedanken.

Nachdem sich die Polonaise ihr Ziel an der Theke erreicht hatte, löste sie sich auf und sofort ging es mit Tanzmusik von den „Fidelen 2“ weiter. Bis in die frühen Morgenstunden wurde, getreu dem Motto des CCC: „Allen Wohl und niemand Weh – Fassenacht beim CCC“ getanzt, geschwätzt, gelacht und gefeiert.

Und kaum hatten die letzten Gäste die Halle verlassen wurde auch schon geputzt und in der Küche wurden begonnen Kräppel zu backen.

Denn pünktlich um 14:31 Uhr standen schon die nächsten Gäste vor der Tür. Cowboys, Prinzessinnen, Bienen, Supermänner und die Pippi Langstrumpf stürmten die Halle.

Bei Kräppel, Kuchen, Kaffee und anderen Getränken konnten sich die Erwachsenen mit ihren Sitznachbarn nett unterhalten, während der Nachwuchs durch die Halle stürmte und Konfetti und Luftschlangen verteilten. Gemeinsam erfreute man sich an den Tanzgruppen, angefangen bei den allerkleinsten, die noch im Kindergarten sind, aber schon ganz toll tanzen können, über die Grundschulkinder bis hin zu schon fast erwachsenen Teenagern, alle lieferten Tänze ab, die perfekt einstudiert waren und super vorgetragen wurden.

Erst als der letzte Kräppel gegessen war und alle recht müde war, endete der Kinderfasching bei der Concordia.

Und mit diesem Kinderfasching endete wieder einmal eine Saison für die CCC-Abteilung

Text: Susanne Neubauer

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